Pressestimmen

WIDERSPRUCH 53

Weltordnung, Kriege und Sicherheit

«Sechs Jahre Krieg in Afghanistan, vier Jahre US-Besatzung des Irak. Die USA und ihre Verbündeten sind weiter denn je von ihren vorgegebenen Zielen ("Freiheit und Demokratie") entfernt. Kein Gedanke an Befriedung, gar Befreiung. Dafür hat sich die EU, deren Mitglieder in Südasien für 'ihre' Sicherheit mitkämpfen, rasant militarisiert. Dabei verwischt sich die Abgrenzung von innerer und äusserer Sicherheit, nicht nur in den USA; sondern auch in Europa. Was jenseits des Atlantiks Guantánamo und die Auseinandersetzung über die Rechtmässigkeit von Folter ist, ist diesseits etwa die Diskussion über den Abschuss gekaperter Passagierflugzeuge: Bewusste Tabubrüche, die bislang als unantastbar betrachtete Grund- und Freiheitsrechte in Frage stellen. Die Theoriezeitschrift WIDERSPRUCH beschäftigt sich in ihrer neusten Ausgabe mit den neuen Weltordnungskriegen und ihren innenpolitischen Folgen für die wirtschaftlichen Machtzentren.»

work, 7.3.2008

 

«Es ist ein erschreckendes Erwachen: Hinter neuen ökologischen und ökonomischen Gewitterwolken taucht der alte Alptraum wieder auf - globaler Krieg mit atomaren Waffen. Natürlich war das Vernichtungspotenzial seit 1945 immer da. Aber es liess sich leichter verdrängen, als noch Aufbrüche zu mehr globaler Gerechtigkeit unser Hoffen bestimmten, als der Kalte Krieg sich entspannte. Ja, um 1990 herum schien gar eine 'Pazifizierung der Weltgesellschaft' in Sicht. (...)
Dieter Senghaas, einer der ersten kritischen Friedensforscher weltweit, stellt die Frage im ersten Beitrag der aktuellen Textsammllung zu internationalen und schweizerischen Aspekten der Kriegs-, Terror- und Sicherheitsdebatten. 'Wo stehen wir heute, fast 20 Jahre nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes, mit dem auch das militrästrategische Rückgrat, die Abschreckungsstrategie in vielfältigen Ausprägungen, eigentlich hinfällig geworden war?' (...)
Der zurzeit vielleicht aktuellste und spannendste Beitrag des Heftes - er eröffnet den Diskussionsteil - stammt von Robert Kurz. Was da zu 'Weltmacht und Weltgeld' steht, zur ökonomischen Funktion der US-Militärmaschine im Kampf um die globale Ordnung, widerspricht den vorhergehenden Analysen kaum, spitzt sie nur radikal zu: Heute sei das 'moderne warenproduzierende Welttsystem' als Ganzes, sein Währungssystem, die neoliberale Globalisierung am Kippen.»

P.S., 1.2.2008

 

«Die Schweizer Haolbjahreszeitschrift WIDERSPRUCH behandelt in ihrem Heft 53 das Thema "Weltordnung, Kriege und Sicherheit". Sie tut das in ihrer üblichen von links und rechts gepriesenen Qualität .»

ZITIG-online magazin culture-politics, 25.2.2008

 

«Der neue WIDERSPRUCH setzt sich mit verschiedenen GSoA-Kernthemen auseinander. Eine Lektüre, die allen friedenspolitisch Interessierten wärmstens empfohlen sei. (...)
In ihrem Beitrag stellen Reto Moosmann und Josef Lang die Frage nach der Neuorientierung der Schweizer Armee. Sie konstatieren den ungebrochenen Willen der Armeespitze zur Ausrichtung auf Auslandeinsätze. Die Strategie steht aber gleich von zwei Seiten unter Druck. Zum einen von Seiten der nationalkonservativen Militärtraditionalisten, zum andern von Seiten der friedenspolitischen Linken. Erfreut stellen die beiden Autoren fest, dass die Linke in der Ablehnung militärischer Abenteuer wieder geschlossener und somit gestärkt auftritt.»

GSoA-Zitig, Februar 2008